Schwachsichtigkeit (Amblyopie)

Die Amblyopie (griech.: „stumpfes Auge“) oder Schwachsichtigkeit bezeichnet eine dauerhafte Verminderung der Sehschärfe eines Auges, in selteneren Fällen auch beider Augen, die jedoch nicht auf eine Erkrankung der organischen Strukturen zurückzuführen ist.

Die Ursache für diese Sehschwäche sind andere Augenerkrankungen, die dazu führen, dass das Sehen in den frühen Entwicklungsphasen während der Kindheit nicht richtig „erlernt“ werden kann oder die Sehinformationen eines Auges vom Gehirn sogar völlig ausgeschalten werden. Da die Entwicklung der Augen zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr abgeschlossen ist, kann Amblyopie nur in der Kindheit nachhaltig behandelt werden. In Mitteleuropa sind etwa fünf Prozent der Bevölkerung von dieser Sehschwäche betroffen. Um eine Amblyopie rechtzeitig zu diagnostizieren, empfiehlt der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) Vorsorgeuntersuchungen für alle Kinder. Je früher eine Amblyopie erkannt wird, desto besser sind die Chancen einer erfolgreichen Behandlung. So können Spätfolgen der Sehschwäche in Alltag, Schule und Beruf vermieden werden.

Während Einschränkungen des Sehens auf  beiden Augen in der Regel als behandlungsbedürftig empfunden werden, nehmen Betroffene die Schwachsichtigkeit eines Auges bis zum Schulalter häufig gar nicht wahr, da sie sich an diesen Zustand gewöhnt haben. Eine unbehandelte Amblyopie kann allerdings eine Sehschärfe von unter zwei Prozent nach sich ziehen, was mit einer einseitigen Blindheit gleichzusetzen ist. Die Folgen für den Alltag sind enorm.

Neben dem Leitsymptom der ein- oder beidseitigen verminderten Sehschärfe treten häufig Schwierigkeiten beim Lesen und beim Erkennen von Mustern auf (Kontureninteraktion) auf, die sich im späteren Schul- und Berufsalltag negativ auswirken. Darüber hinaus kann die gestörte binokulare Wahrnehmung auch das räumliche Sehen stark beeinträchtigen. Eine unbehandelte Amblyopie birgt zudem das Risiko, das durch Unfälle oder Erkrankungen auch noch das gesunde Auge ausfällt (oculus ultimus).

Je früher eine Amblyopie entsteht, desto schneller schreitet sie voran. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist daher sehr wichtig. Da Kinder ihre Sehschwäche oft nicht selbst wahrnehmen, sollten auch Eltern auf Auffälligkeiten achten. Einige Alarmzeichen für eine Sehschwäche können sein:

  • Schielen sowie Vorerkrankungen in der Familie
  • Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit
  • Konzentrationsprobleme und schnelle Ermüdung
  • Häufiges Zwinkern und Blinzeln
  • Ungeschicklichkeit, z.B. beim Spielen und Zugreifen
  • Lesestörungen

Wichtig: Die beste Vorsorge gegen eine Amblyopie ist dennoch eine frühzeitige Untersuchung und eventuelle Behandlung durch den Augenarzt.

Nazaj

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